EFFEKTE-Reihe 2022/2023


Eröffnung: Brauchen wir ein neues Zeitalter der Aufklärung?

ARTE-Filmnacht @EFFEKTE
5. Juli | 18 Uhr | ZKM I Zentrum für Kunst und Medien

Die ARTE-Filmnacht ist zu Gast bei EFFEKTE. Wissenschaft und Vernunft, Demokratie und Menschenrechte: Vor rund 300 Jahren begann die Epoche der Aufklärung. Sie brachte Freiheit und Fortschritt – und legte das Fundament für die Moderne. Aber: wie steht es um das aufklärerische Projekt im Hier und Heute? Die vierteilige ARTE-Dokuserie „Projekt Aufklärung“ begibt sich auf eine Reise rund um den Globus zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es geht um die Ideen von Gerechtigkeit, Verantwortung, Freiheit und Erkenntnis. Die Filmnacht samt Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist eine Kooperation von EFFEKTE mit dem ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), ARTE und dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien.

Weitere Informationen unter: https://www.zak.kit.edu/effekte.php


Wissenschaftsdienstage

an einem Dienstag im Monat

Fragen aufwerfen, vor allem aber die Antworten geben – das liefert die EFFEKTE-Reihe von Juli 2022 bis zum EFFEKTEWissenschaftsfestival im Sommer 2023 mit Vorträgen und Diskussionen zu spannenden Wissenschaftsthemen. Immer am „Wissenschaftsdienstag“ präsentieren sich Karlsruher Hochschul- und Forschungseinrichtungen und zeigen, dass sie mit ihrer Forschung am absoluten Puls der Zeit sind. Es geht um Materie und Antimaterie, um neue Beteiligungsformen, um Zukunftsfähigkeit oder Quantentechnologie, um Nachhaltigkeit und um das Verhältnis von Mensch und Maschine. Jeder Abend besteht aus zwei oder drei Kurzvorträgen und immer gibt es die Möglichkeit für das Publikum Fragen zu stellen. „Nachgefragt!“ – so heißt nämlich auch das Motto des Wissenschaftsjahres, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert wird. Und so bei EFFEKTE Bürgerinnen und Bürger sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einen offenen Dialog auf Augenhöhe treten. Im Zentrum stehen die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen. Schauplatz der EFFEKTE-Reihe ist das Triangel Open Space Wissenschaftskommunikation am Kronenplatz in der Karlsruher Innenstadt. Start der Vorträge ist immer um 19:30 Uhr. Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Die Veranstaltungen der EFFEKTE-Reihe werden von der Journalistin, Moderatorin und Musikerin Hanna Sophie Lüke (M. A.) moderiert.


Wanderausstellung des CERN: Code of the Universe

16. Juli bis 13. August | Auf dem Kronenplatz

Die Wanderausstellung „Code of the Universe“ vom CERN mit beeindruckenden Fotos zu aktuellen Forschungsergebnissen aus der Welt der modernen Physik des Universums ist für vier Wochen auf dem Kronenplatz zu sehen. Die Bilder machen deutlich, dass die Erkenntnisse über das Universum und seine inneren Abläufe immer wieder zu wissenschaftlichen Durchbrüchen und technologischen Sprüngen geführt haben. Trotzdem sind mit Blick ins Universum noch viele Fragen offen. Die 20 Kunststoff-Stelen im öffentlichen Raum begeben sich auf die Suche nach Antworten und erzählen die Geschichten der jüngsten Grundlagenforschung zu unserem Universum. Die Ausstellung wird mit verschiedenen Aktionen vom KIT-Zentrum Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) begleitet (siehe auch EFFEKTE-Abend am 26. Juli). Weitere Infos finden Sie hier.


Wer ist die große Unbekannte im Universum?

26. Juli | 19:30 Uhr | Triangel Open Space, Kronenplatz

Unser Universum steckt immer noch voller Rätsel: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in aller Welt suchen die Antimaterie oder die mysteriöse dunkle Materie, die einen Großteil der Masse im Universum ausmacht. Prof. Dr. Anke-Susanne Müller, Prof. Dr. Torben Ferber, Dr. Belina von Krosigk und Prof. Dr. Felix Kahlhoefer vom KIT-Zentrums Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erklären, was passiert, wenn Materie mit Antimaterie kollidiert, nehmen mit auf eine Reise durch die Milchstraße zur dunklen Materie oder zeigen, wie sich unbekannte neue Teilchen im Teilchenbeschleuniger verraten würden. Besucherinnen und Besucher können außerdem mit Virtual Reality-Headsets eine Teilchenkollision miterleben. Prof. Dr. Anke-Susanne Müller vom KIT führt im Anschluss an die Vorträge durch die Ausstellung „Code of the Universe“ auf dem Kronenplatz.


Was können nachhaltige Kunst und Produktion leisten?

16. August | 19:30 Uhr | Triangel Open Space, Kronenplatz

Mediale Kunst und Nachhaltigkeit haben nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Und nicht immer geht es darum, Kunstmöglichkeiten einzuschränken, um nachhaltig zu sein. Vielmehr sind künstlerisches Dasein und Nachhaltigkeit darauf aus, neue Wege zu beschreiten. Jakob Schreiber von der Hochschule für Musik Karlsruhe erklärt, welche Rolle die Musikinformatik dabei spielen kann – etwa bei der Sensibilisierung der menschlichen Wahrnehmung. Julia Ihls, Anthea Oestreicher und Severin Geißler von der Hochschule für Gestaltung beschreiben und zeigen in einem Workshop zum Mitmachen, wie man Naturpigmente herstellt und damit beispielsweise T-Shirts färben kann – ganz nachhaltig und mit nachwachsenden Rohstoffen wie Rote Beete, Algen und Kurkuma. Am besten mitmachen!


Wie können wir die Welt mitgestalten?

13. September | 19:30 Uhr | Triangel Open Space, Kronenplatz

Eine funktionierende Infrastruktur ist das Rückgrat unserer modernen Gesellschaft. Der KIT Innovation Hub erforscht, wie diese Infrastruktur in Zukunft aussehen muss – vor allem was die Nachhaltigkeit angeht. Das erfordert ganzheitliche Antworten mit völlig neuen Beteiligungsformen für die Menschen, sagt Christina Becker vom Innovation Hub. Das gilt auch im Digitalen: wie sieht Beteiligung aus, wenn Augmented Reality und Virtual Reality zum Einsatz kommen? Das erklärt Jonas Fegert vom FZI Forschungszentrum Informatik. Die Potenziale von Reallaboren, um gemeinsam ein gutes Leben für morgen zu entwickeln und zu erproben, erläutert Dr. Felix Wagner vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse ITAS des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Beteiligen Sie sich!


Was kann Künstliche Intelligenz?

11. Oktober | 19:30 Uhr | Triangel Open Space, Kronenplatz

KI – diese beiden Buchstaben stehen für Künstliche Intelligenz. Sie erobert die Industrie und sämtliche Lebensbereiche. Zunehmende Bedeutung bekommt KI auch im Gesundheitswesen: Sie kann helfen Ärzte, Pflegepersonal und Patienten zu entlasten. Lukas Kohout vom FZI Forschungszentrum Informatik zeigt, wie das funktioniert. Über neue Arbeitswelten, die derzeit weltweit gestörten Lieferketten und mit welchen intelligenten Strategien Unternehmen ihre eigenen Lieferketten widerstandsfähiger machen können, spricht Prof. Dr. Steffen Kinkel von der Hochschule Karlsruhe in einem interaktiven Vortrag. KI kann auch mit Menschen interagieren – über Chatbots beispielsweise, die durch KI eine Persönlichkeit erhalten. Davon profitiert unter anderem die Psychologie, erklärt Alexander Dregger vom FZI in seinem Beitrag innerhalb der EFFEKTE-Reihe. Tauchen Sie ein in die KI-Welt!


Wie ermöglichen wir in Zukunft Bildungsgerechtigkeit und gute Arbeitsplätze?

8. November | 19:30 Uhr | Triangel Open Space, Kronenplatz

Die gerechte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft, das Menschenrecht auf Bildung, das Heranführen von Menschen an Kunst und Kultur und die besseren Lebenschancen durch eine breite Berufsorientierung – das sind die Themen, über die Jun. Prof. Dr. Sebastian Engelmann, Jun. Prof. Dr. Nadine Anskeit, Dr. Katrin Schwarz und Prof. Dr. Dr. h. c. Claudia Wiepcke von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe referieren und mit dem Publikum diskutieren. Um die Frage, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussieht, geht es bei Prof. Dr. Alexander Mädche vom Institut für Wirtschaftsinformatik und Marketing am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In den Blick geraten hier vor allem sogenannte adaptive Systeme, die in unserem Privatleben heute schon eine große Rolle spielen. Am Arbeitsplatz können sie Produktivität und Wohlbefinden zugleich steigern. Lernen Sie mit!


Ausstellung: Warum ist Quantenmechanik so wichtig beim Spielen?

13. bis 16. Dezember | TRIANGEL Open Space, Kronenplatz

Die Quantenmechanik ist eine der Hauptsäulen der modernen Physik. Mithilfe dieser Disziplin werden Phänomene beispielweise der Atomphysik beschrieben. Quantenspiele wiederum sind Computerspiele, die die Eigenschaften der Quantenmechanik im Spielaufbau nutzen. Spielerinnen und Spieler wenden beim Spielen ganz intuitiv diese Eigenschaften an – beispielsweise mit Blick auf Wahrscheinlichkeitsaussagen, die man beim Spielen ständig trifft. Bei diesem interaktiven Abend des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) können Besucherinnen und Besucher an einem Online-Schach-Quantenspiel teilnehmen. In dieser Variante werden dem ursprünglichen Spiel zusätzliche Eigenschaften hinzugefügt. Spielen Sie doch einfach mit! Der EFFEKTE-Abend am 13. Dezember gibt noch weitere Einblicke in die faszinierende Welt der Quantenwissenschaft.


Ist Quantentechnologie noch aus unserem Leben wegzudenken?

13. Dezember | 19:30 Uhr | TRIANGEL Open Space, Kronenplatz

Eintauchen in die Welt der kleinsten Teilchen – darum geht es in der Quantenwissenschaft. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion erklären Prof. Dr. Armin Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und Forschende des Instituts für Quantenmaterialien und Technologien (IQMT) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), welche Bedeutung Quantentechnologien für unser Leben heute schon haben: Aus Elektronik, Digitaltechnologie, Mobilfunk, Fernsehen, Radio oder Medizin sind sie nicht mehr wegzudenken. Und dann ist da noch das Quantencomputing, von dem Jonas Klamroth vom FZI Forschungszentrum Informatik sagt, es hat das Potenzial für einen der größten Umbrüche in der Welt der Informatik seit Einführung des Internets, da es die Recheneffizienz erweitert und damit neues Wissen generiert. Interessierte können passend zum Thema vom 13. bis 16. Dezember die Ausstellung. „Warum ist Quantenmechanik so wichtig beim Spielen?“ vom ITAS im Triangel Open Space besuchen. Für die Podiumsdiskussion können Fragen hier eingereicht werden.